Das Phänomen Twitter…

Twittern = Gezwitscher

Aus Wikipedia:

“ Twitter (von englisch Gezwitscher) ist eine digitale Anwendung zum Mikroblogging. Es wird auch als Kommunikationsplattform, soziales Netzwerk oder ein meist öffentlich einsehbares Tagebuch im Internet definiert. Privatpersonen, Organisationen, Unternehmen und Massenmedien nutzen Twitter als Plattform zur Verbreitung von kurzen Textnachrichten im Internet. Twitter wurde im März 2006 gegründet und gewann schnell weltweit an Popularität.“

Dieser süsse Vogel ist mir schon häufig begegnet, jedoch meist bei Klatschsendungen im Fernsehen, die die aktuellen von den Stars selbst aufgestellten Bilder zeigen. Twitter-Königin Lady Gaga oder auch Demi Moore posten dort Informationen oder auch einfach Dinge aus dem Alltag. Es gibt aber genauso viele Männer, die twittern: Justin Bieber, Barack Obama usw. Ganz nach dem Motto „Wer die meisten Follower hat, ist auf dem Markt am wichtigsten“. Wer nicht twittert, ist uninteressant. Faszinierend finde ich allein, wie ganz selbstverständlich die Begriffe „twittern“ und „Follower“ in die Alltagssprache aufgenommen wurden. Jeder nutzt sie und die meisten kennen auch die neuesten Infos aus Twitter. Zumindest die der Stars. Aber was steckt dahinter? Gibt es auch „normale“ Menschen, die twittern? Und haben die auch Follower?

Laut einer Umfrage nutzen nur wenige im deutschsprachigen Raum den Dienst von Twitter. Nur 5,5% der Internet-Nutzer verschicken monatlich eine Nachricht, dies fand das Marktforschungsunternehmen Flittkauf & Maaß heraus. Viel häufiger kommt es vor, dass bei wichtigen Ereignissen ein Kommentar zu einem Eintrag gepostet wird wie z.B. bei dem Amoklauf in Winnenden oder dem Tod von Michael Jackson. Im Januar 2011 waren es in etwa 460 000 in der Schweiz, Deutschland und Österreich zusammen. Ich habe ehrlich gesagt mit höheren Zahlen gerechnet. Woran liegt das? Das Gerücht, dass es beim Twittern um das veröffentlichen von „Sinnlos-Tweets“ geht hält sich hartnäckig. Ich denke, dies ist vor allem ein Grund warum kaum jemand selbst twittert sondern eher nebenher verfolgt, welchen „Schwachsinn“ bekannte oder auch weniger bekannte Persönlichkeiten veröffentlichen. Berühmtheit erlangt hat aber aber auch ein Eintrag zum Thema Blumenkübel. Sogar ausländische Zeiten haben über den folgenden Eintrag berichtet: „Wir brauchen mehr Blumenkübel in Deutschland. Wirkllich“. Über die Sinnhaftigkeit oder Sinnlosigkeit lässt sich sicher auch in diesem Zusammenhang diskuttieren. Aber um es zusammenzufassen: Es wird viel von Stars, für Werbezwecke und von Fernsehsendungen genutzt. Eigene Accounts führen die wenigsten im deutschsprachigen Raum.

Falls du jetzt Lust bekommen hast hier ein Einsteiger-Film:

Viel Spass

Warum bloggen?

So richtig habe ich dieses bloggen noch nicht verstanden. Also theoretisch schon. Aber warum macht man das, wer macht das, wie häufig, welche Themen etc.? Ich hatte mir heute vorgenommen, dass ich mich mit einigen dieser Fragen heute einmal auseinandersetze. Zunächst ist mir aufgefallen, dass ich teilweise selbst schon unbewusst Blogs besucht habe, um mir dort Ideen zu holen. Also könnte man sagen, ein Blog ist für den Austausch da. Ich kann meine eigenen Rezeptideen, Urlaubstipps etc. meinen Mitmenschen kundtun. Oder geht es darum sich zu Outen? Interessant finde ich die Meinung des Medienjournalisten Stefan Niggemeier. Er behauptet, für ihn sei es eine Sucht, ein unstillbarer Hunger nach Aufmerksamkeit. Bloggen also nur Leute, die sonst zu wenig davon bekommen? Kann man sie Kommunikations-Junkies nennen? Ich muss gestehen, ich bin bis jetzt noch nie auf die Idee gekommen einen Blog zu führen. Interessiert überhaupt jemanden was man das so reinschreibt. Ich bin heute bei meiner Recherche auf die seltsamsten Blog-Einträge gestossen und habe Sachen erfahren, die ich nicht so unbedingt wissen wollte. Aber schreibt man eigentlich für sich oder für andere? Ich denke, Gruppen. Die einen, die eine Blog wie ein öffentliches Tagebuch führen und ihr Innerstes offenbahren und wieder andere, die einfach interessante Artikel oder Geschehnisse verbreiten möchten. Zweiteren wird es vielleicht sogar wichtig sein, wieviele ihren Blog lesen, Kommentare hinterlassen. Es geht tatsächlich vielleicht um genau diese Kommunikation. Sich mit Leuten auszutauschen, die ähnlich oder eben vielleicht komplett konträr denken. Vor allem über Themen, die man sonst mit eher Fremden vielleicht nicht anschneiden würde. Man erkennt verschiedene Facetten, reflektiert die eigene Meinung und setzt sich mit Argumenten auseinander, erfreut sich an positiven Rückmeldungen, fühlt sich bestätigt. Aber ich denke, es ist auch schwierig, Grenzen zu setzen. Sei es über den Stellenwert oder die Diskussion an sich. Was geht hier zu weit? Ich habe mich daraufhin einmal in meinem Freundes- und Bekanntenkreis umgehört, ob jemand einen Blog schreibt. Keiner. Es scheint, als geniessen wir doch noch eher den spontanen Plausch und Meinungsaustausch im Cafe oder in der Kneipe. Meine Fragen sind bei weitem nicht beantwortet und ich werde sie immer wieder aufgreifen. Aber nun werde ich erst mal ein Glas Wein trinken gehen und in Ruhe reden 🙂

Meine Gedanken dazu auf Papier…

 

IKT und Facebook

Facebook und ich das ist so ein Thema. Ich selbst bin nicht auf Facebook und fühle mich da manchmal schon fast ein bisschen ausgeschlossen. Dennoch bin ich bisher standhaft geblieben und habe mich nicht angemeldet. Aber diese Entwicklung finde ich schon faszinierend. Ich habe mit meinen Schülern das Thema auch aus rechtlicher Sicht besprochen. Es gab tatsächlich nicht einen Schüler, der nicht bei Facebook registriert ist und es sieht in anderen Klassen garantiert nicht anders aus. Über die rechtlichen Bereiche hat sich bisher niemand Gedanken gemacht und bei den AGB einfach einen Haken gesetzt. Wir haben dann im Kollegium besprochen, welche Kompetenzen Jugendliche in diesem Bereich haben und wie man die fehlenden fördern könnte. Ich denke, gerade in der Bedienung sind mir die Jugendlichen weit voraus. Aber die Verantwortung im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien wird häufig nicht wahrgenommen. Es ist schnell etwas getippt und abgeschickt, ohne vorher genau zu überlegen, was man nun schreibt. Ich glaube einen Brief hat noch niemand einfach so in 3 Minuten schnell geschrieben und ihn dann nicht mehr gelesen. So kommt es, dass ich mich manchmal in E-Mails meiner Schüler an mich wundere, wie man diese E-Mail abschicken kann. Das fängt bei der Anrede an, geht über die Sprache und endet beim Grusswort. Wessen Aufgabe ist es, den Jugendlichen näher zu bringen, was eine gute Kommunikation ausmacht. Reicht es ihnen eine sog. Netiquette in die Hand zu drücken?  Wir hatten einige Fälle, in denen Schüler eine Verwarnung sowohl vom Lehrberieb als auch von der Schule erhalten haben, weil sie sich auf Facebook über Lehrer lustig gemacht haben. Wie geht man damit um?

Nun möchte Facbook laut einem Focus Artikel vom 15.11.2010 die Kommunikation erleichtern und quasi ein Rundum-Paket anbieten: chatten, E-Mail, sms und das alles auf Facebook. Zuckerberg spricht von der „nächsten Generation des Nachrichtenaustauschs“. Dazu gehöre ich wohl nicht. Aber ich bin dennoch gespannt, was ich in IKT dazu lerne und ob ich es schaffe, einige Vorurteile meinerseits abzubauen. Und vielleicht bin ich danach auch meinen Schülern in einigen Bereichen wieder voraus.

Focus Artikel