Was haben Barbie und Ken mit Social Media zu tun?

Diesen lustigen Beitrag von Mashable.com wollte ich euch nicht enhalten. Bisher dachte ich, dass die Zielgruppe, die mit Barbies spielt nicht mit derjenigen übereinstimmt, die Social Media nutzen. Mattel Inc., das grösste Spielzeugunternehmen, hat das Traumpaar Barbie und Ken mit Hilfe der Social Media wieder zum Leben erweckt. Hierfür wurde eine umfassende Marketing-Kampagne gestartet, die wirklich kein Medium auslässt. Seit 2004 war das einstige Paar getrennt und feiert nun am 14. Februar, dem Valentinstag, ihr 1-jähriges neues Bestehen. Vor einem Jahr zusammengekommen sind sie in diesen medialen Zeiten natürlich mittels einer Online-Partnervermittlungsdienst. Ken kann nun twittern, Barbie ist auf Facebook und auch sonstige Kanäle werden zum Austausch genutzt.

Hier ein paar Beispiele

Youtube

Twitter

Facebook

Eine wahrscheinlich immense Investition, die eine sehr junge Zielgruppe anspricht. Und wahrscheinlich nicht ohne Erfolg. Die Kinder können dort Abenteuer mit verfolgen und dann nachspielen. Erfahren Neuigkeiten aus dem Leben der zwei. Diese Strategie ist wirklich vollkommen durchdacht und schafft es diese Figuren mit dem realen Leben zu verknüpfen.

Google+ führt Gesichtserkennung ein

NZZOnline 9. Dezember 2011

Google+ führt Gesichterkennung ein

Nachdem auch google ein eigenes soziales Netzwerk Google+ hat, steht dieses natürlich in Konkurrenz zu dem bekannteren und viel genutzten Facebook. Facebook ist mit über 800 Millionen Mitgliedern Google+ (40 Millionen Mitglieder) zahlenmässig eindeutig überlegen. Daher gilt es, sich von dem Konkurrenten abzugrenzen, ihm technisch den Kampf anzusagen. Ein Wettlauf der Funktionen beginnt.

 vs.

Google lag zunächst mit der Einführung von Videochats (Hangouts) vorne. Facebool führte kurz darauf mit einem Skype-ähnlichen Angebot nach. Dieses ist jedoch in der Gruppe nicht kostenlos. 1:0 für Google+.

Kurz darauf bot Facebook eine Gesichtserkennung für Fotots an, nun zieht Google mit „Find my Face“ nach. Eigentlich steht es damit 1:1. Jedoch findet diese Gesichtserkennung bei Google+ transparenter statt. Man kann Personen automatisch erkennen lassen, muss dies jedoch bewusst tätigen. Die Möglichkeit ist standardmässig abgeschaltet, bei Facebook nicht. Hierzu:

„Facebook hat diese Funktion in Europa eingeführt, ohne die Nutzer zu informieren und ohne die erforderliche Einwilligung einzuholen.“

Dies gibt eine 1/2 Punkt Abzug. Steht 1:1/2

Sowohl Google als auch Facebook verpflichten sich, die kommenden 20 Jahre ihre Praktiken zur Privatsphäre der Nutzer für die kommenden 20 Jahre von unabhängigen Prüfern bewerten zu lassen. Dies gibt für beide einen weiteren Punkt. Macht 2:21/2.

Im Endeffekt muss jeder selbst entscheiden, welche Funktionen er benötigt und welchem Netzwerk er mehr vertraut.

Nach dem Lesen dieses Artikels habe ich mich nun doch gefragt, ob es Stimmen zu Google+ gibt, da mir dieses bisher völlig unbekannt war.

Hier einige Stimmen:

„Ich bin begeistert und hoffe, dass sich Google+ durchsetzen wird. Da es in Kürze auch Pages für Firmen und Projekte geben wird, sollte dies die Verbreitung und Akzeptanz auf jeden Fall noch weiter voran bringen.“

„Für Menschen wie mich, die sowieso viel im Netz arbeiten und die auf Informationsströme angewiesen sind, kann Google+ sehr spannend werden, schon in der Testphase wirkt der Dienst viel ausgereifter und stimmiger als Wave oder Buzz. Es gibt kaum etwas, das ich im Vergleich zu Facebook vermisse und kleinere Bugs werden sicher noch behoben.“

„In Zukunft wird mein Online-Dasein anstrengender. Ich bleibe Facebook treu. Auch Twitter kehre ich nicht den Rücken. Aber das, was ich dort schreibe, veröffentliche ich parallel bei Google+. Mal sehen, welches von diesen beiden sich am Ende behauptet. Facebook ist nicht in Gefahr.“

IKT und Facebook

Facebook und ich das ist so ein Thema. Ich selbst bin nicht auf Facebook und fühle mich da manchmal schon fast ein bisschen ausgeschlossen. Dennoch bin ich bisher standhaft geblieben und habe mich nicht angemeldet. Aber diese Entwicklung finde ich schon faszinierend. Ich habe mit meinen Schülern das Thema auch aus rechtlicher Sicht besprochen. Es gab tatsächlich nicht einen Schüler, der nicht bei Facebook registriert ist und es sieht in anderen Klassen garantiert nicht anders aus. Über die rechtlichen Bereiche hat sich bisher niemand Gedanken gemacht und bei den AGB einfach einen Haken gesetzt. Wir haben dann im Kollegium besprochen, welche Kompetenzen Jugendliche in diesem Bereich haben und wie man die fehlenden fördern könnte. Ich denke, gerade in der Bedienung sind mir die Jugendlichen weit voraus. Aber die Verantwortung im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien wird häufig nicht wahrgenommen. Es ist schnell etwas getippt und abgeschickt, ohne vorher genau zu überlegen, was man nun schreibt. Ich glaube einen Brief hat noch niemand einfach so in 3 Minuten schnell geschrieben und ihn dann nicht mehr gelesen. So kommt es, dass ich mich manchmal in E-Mails meiner Schüler an mich wundere, wie man diese E-Mail abschicken kann. Das fängt bei der Anrede an, geht über die Sprache und endet beim Grusswort. Wessen Aufgabe ist es, den Jugendlichen näher zu bringen, was eine gute Kommunikation ausmacht. Reicht es ihnen eine sog. Netiquette in die Hand zu drücken?  Wir hatten einige Fälle, in denen Schüler eine Verwarnung sowohl vom Lehrberieb als auch von der Schule erhalten haben, weil sie sich auf Facebook über Lehrer lustig gemacht haben. Wie geht man damit um?

Nun möchte Facbook laut einem Focus Artikel vom 15.11.2010 die Kommunikation erleichtern und quasi ein Rundum-Paket anbieten: chatten, E-Mail, sms und das alles auf Facebook. Zuckerberg spricht von der „nächsten Generation des Nachrichtenaustauschs“. Dazu gehöre ich wohl nicht. Aber ich bin dennoch gespannt, was ich in IKT dazu lerne und ob ich es schaffe, einige Vorurteile meinerseits abzubauen. Und vielleicht bin ich danach auch meinen Schülern in einigen Bereichen wieder voraus.

Focus Artikel