Apple und Schule

Apple lockt Lehrer mit Rabatten, Reisen und Seminaren. Diese Überschrift eines Artikels, den ich auf der Homepage von Der Sonntag gefunden habe, ist Grundlage dieses Blog-Eintrags.

Dieser Zusammenhang wird nicht ganz unkritisch gesehen. So gab es schon Stimmen, dass einzelne Lehrer sich von Apple kaufen lassen. Diese Stimmen sind nicht wirklich verwunderlich bei einem Marktanteil von Apple in Höhe von 70% an Schweizer Schulen. Daher wird häufig deren Marketing-Strategie angeprangert. Der Slogan: „Die innovativsten Lehrer der Welt“. Doch was steckt dahinter? Ziel von Apple ist es natürlich Lehrende anszusprechen und in diesem Markt Fuss zu fassen.

Die Lehrer sollen mit Produkten von Apple in ihrem Unterricht arbeiten d.h. auch mit den Lernenden, was unter Umständen eben zu hohen Bestellmengen führt. Wer dazu gehört darf sich „Apple Distunguished Educator“ nennen, bisher 28 Lehrpersonen in der Schweiz. Auf der Homepage steht daher auch geschrieben: „Mitglied des ADE Netzwerks zu sein, ist etwas Besonderes für einen selbst – aber es ist vor allem eine Chance, wirklich etwas zu bewegen.“ Ein 7-köpfiges Team plant nur diese Umsetzung in der Schweiz. Aber was bekomme ich nun tatsächlich als Lehrkraft?

Da wäre zum einen die kostenlose Teilnahme an natinonalen und internationalen Seminaren sowie das kostenlose Testen neuer Software. Geplant ist Schweizer Schulbücher für den Unterricht mit dem I Pad verfügbar zu machen und sogar ein eigenes Weiterbildungsprogramm mit dem Namen „Apple Professional Development Programm“ wird umgesetzt. Arbeitet man dort als Kursleiter und gibt seine Erfahrungen an andere Lehrer weiter, so erhält man angemessene Honorare.

Viele sehen dies aber wie oben beschrieben kritisch. Ist ein Lehrer dann noch unabhängig wenn er derart mit einem Konzern verbunden ist? Oder dient man dann eher dem Konzern als der Schule? Kommen sie dann tatsächlich in einen Interessenkonflikt, wenn sie für Apple werben? Ich finde es schwierig diese Fragen zu beantworten, muss man doch gerade heute vorsichtig sein, mit wem man zusammenarbeitet und wie eng. Ich denke, für mich kann ich dies ausschliessen da ich es geniesse selbst zu entscheiden was ich mache.

Advertisements

Wer war Steve Jobs?

Steve Jobs, der Gründer von Apple wird postum für seine Verdienste mit einem Grammy geehrt.

Die Begründung: Der frühere Vortstandsvorsitzende des Computerunternehmens habe mit seinen Visionen Produkte entwickelt, die unsere Art des Konsums von Musik, Fernsehen, Filmen und Büchern verändert haben.

Doch wer war Steve Jobs? Was sind das für Veränderungen?

Steven (Steve) Jobs wurde am 24. Februar 1955 in San Francisco geboren. In jungen Jahren wurde er zur Adoption freigegeben. Hiervon erfuhr er erst circa 20 Jahre später. Schon in seiner Kindheit interessierte er sich für die Elektronikindustrie, die zu der Zeit zwar auch noch in den Kinderschuhen aber stetig am Wachsen war. Er übersprang eine Klasse und kam erreichte 1972 den Highschool-Abschluss. Das begonnene Studium brach er ab und begann bei Atari zu arbeiten. 1976 gründete er mit Ronald Wayne in seiner Garage Apple. Ihr erstes beworbenes Produkt war der Apple I, den es für 666,66 Dollar zu kaufen gab. 1980 wurde Apple eine Kapitalgesellschaft. 1984 brachte Apple den ersten kommerziell erfolgreichen Computer mit Bildschirmsymbolen auf den Markt, den Macintosh. 1985 musste Jobs das Unternehmen aus internen Gründen verlassen. Er gründete die Firma NeXT Computer, die er aber 1993 wiederum verkaufte.  Parallel investierte er in Pixar, das grosse Erfolge wie Toy Story feiern konnte. Der Börsengang macht ihn zum Millionär. Es folgte eine Rückkehr zu Apple, zunächst als Berater, dann als Mitglied des Vorstandes und zeitweise sogar als Geschäftsführer.

Unter der Führung von Jobs wurde der iMac eingeführt, der iPod, die Software iTunes und das iPhone. 2010 präsentierte Jobs dann das iPad. Unter seiner Leitung entstanden revolutionäre Produkte, die man heute nicht mehr missen möchte. Das gab ihm den Beinamen iGod.

Am 5. Oktober starb Steve Jobs an den Folgen seiner Krebserkrankung.

Steve Jobs galt als Marketing-Genie, der es verstand sein Publikum zu beeindrucken. Ich denke diese Eigenschaft hat ihn so erfolgreich gemacht.

„Here’s to the crazy ones, the misfits, the rebels, the troublemakers, the round pegs in the square holes… the ones who see things differently — they’re not fond of rules… You can quote them, disagree with them, glorify or vilify them, but the only thing you can’t do is ignore them because they change things… they push the human race forward, and while some may see them as the crazy ones, we see genius, because the ones who are crazy enough to think that they can change the world, are the ones who do.“

(Steve Jobs)

Hier ein interessanter Podcast zu Steve Jobs:

Steve Jobs Guardian