IKT Erfahrungen

So nun heute mein erstes Feedback nach einem halben Jahr IKT. Wir haben nun drei Module bearbeitet und ich muss sagen, meine anfängliche „Überheblichkeit“, dass ich vieles schon weiss und dass das alles gut machbar ist, ist immer mehr der Einsicht gewichen, dass ich doch ziemlich unerfahren bin. Also grosse Klappe und nichts dahinter? Kann man wohl leider so sagen 🙂 Freitag-Abend, ich habe mir vorgenommen alles für Montag fertig zu machen, plane so 2 Stunden ein, da ich mir ja schon einen Überblick verschafft habe und starte. 4 Stunden später, ich sitze immer noch dran. So viele Begriffe, viele geöffnete Seiten und ein grosses Wirrwarr in meinem Kopf. Ich verstehe zum Teil Bahnhof und google erst einmal jeden zweiten Begriff. Ich bin wohl eher der Typ „Anwender“ wenn ich etwas gezeigt bekomme und nicht der Typ „Selbst-Aneigner“. Mein treuer Begleiter während den 4 Stunden war folglich google und leo Wörterbuch. Es war zwar nach den 4 Stunden geschafft, aber so ganz klar ist mir das ein oder andere immer noch nicht. Meine Personal Learning Enviroment steht, aber es fühlt sich so gar nicht wie meine Umwelt an, eher wie ein fernes undursichtiges Land, dessen Sprache ich nicht verstehe, aber ganz auf Zeichensprache setze. Gespannt bin ich darauf, was diigo noch so zu bieten hat. Ich konnte es prompt bedienen und ich denke, ich kann es vor allem auch für meinen Unterricht nutzen. Bisher habe ich Links immer in einer unsortierten Wordtabelle gesammelt. Die Vorstellung alles online in einem System mit Schlagwörtern zu sammeln sagt mir sehr zu. Gerade Links auf interessante Filmbeiträge waren auf Word immer sehr ungünstig zum Abspeichern. Mehrmals habe ich mir auch schon überlegt mit den Lernenden eine Blog anzulegen und sie zu ermutigen ihre Erfahrungen oder interessanten Themen auszutauschen. Andererseits bleibt im Alltag in der Berufsschule wenig Zeit dafür, so dass es meist bei unreflektierten Einträgen bleiben würde. Dies wiederum ist meiner Meinung nach dann sinnlos und verführt die Lernenden eventuell dazu irgendetwas dort zu notieren. Wenn man so etwas einsetzt sollte der Nutzen dieser Methode im Vordergrund stehen, d.h. es muss Thema, Klasse, Zeitpunkt, Zeitraum usw. stimmen damit es nicht einfach nur in zusätzlicher unzufriedener Arbeit auf beiden Seiten endet. Ansonsten stehe ich der PLE eher skeptisch gegenüber und glaube nicht, dass ich sie auf Dauer nutzen werde. Aber vielleicht lasse ich mich eines besseren belehren….

Moodle

So Moodle…ich bin noch unschlüssig, ob es Freund oder Feind ist. Seit 2011 gibt es an meiner Schule obligatorisch Moodle. Wobei das sehr unterschiedlich umgesetzt wird. Ich habe vor allem das letzte halbe Jahr versucht mich in Moodle einzuarbeiten und ein paar Ideen umzusetzen. Manches gelingt, vieles leider nicht. Das liegt einerseits an meinen fehlenden Kenntnissen, die ich hoffentlich in IKT noch ausbauen kann und andererseits aber auch an den fehlenden Einsatzmöglichkeiten in der Berufsschule. Viele meiner Kollegen nutzen es in erster Linie als Informationsplattform: Hausaufgaben geben, Erinnerung an Materialien oder Prüfungstermine bekanngeben. Ich würde sagen, dies sind circa 80%. Eigentlich eine in meinen Augen deprimiernde Zahl, da ich Moodle bisher nicht (nur) als Informationsplattform wahrgenommen habe. Mein Vorteil war, dass ich doch einiges aus der PH mitnehmen konnte und zumindest eher die Möglichkeiten hinter einer solchen Plattform erahnen konnte, Ich würde jetzt nicht behaupten, dass ich gute Moodle- Seiten für meine verschiedenen Klassen habe, aber ich versuche mich immer wieder weiterzuentwickeln. Was mich vor allem hindert ist, dass man meist selbst für kleine Aktionen mindestens 10 Klicks benötigt, man teilweise wenig Überblick hat, viele verschiedene Herangehensweisen hat und diese immer wieder vergisst, wenn man es nicht regelmässig nutzt. Bisher habe ich in erster Linie Arbeitsblätter zum selbstständigen Bearbeiten auf Moodle, Links zum Üben von Buchungen etc, Filme, ich habe Lernende Glossare zu verschiedenen Themen anlegen lassen, die Lernenden haben über die Plattform virtuell Aktien gekauft und verwaltet, über Foren alte LAPs besprochen usw. Leider sind das bisher auch nur Fragmente, da es doch sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Ich würde gerne einmal grössere Projekte starten, die tatsächlich dann Online-Lernarrangements sind. Hat da jemand schon Erfahrung und Ideen? Wer arbeitet denn mit Moodle und was macht ihr so?Bin über Ideen, Hilfe, Austausch etc. froh.

Am Anfang hat mir vor allem dieses Dossier geholfen, da es ganz verständlich und einfach die ersten Schritte erklärt.

http://www.e-lisa-academy.at/dl/MoodleHandbuchLehrerInnen-1.9.pdf

Leider habe ich noch keine Beispiele von komplexen Umsetzungen gesehen. Mich interessiert wirklich mal, wie sowas richtig professionell aussieht.

Hier mal das, was ich bisher so geschafft habe 🙂

Filme einfügen, Informationsmaterial verlinken, Foren und Glossar anlegen.