2 Artikel – 2 Wirkungen

Ich habe diese Woche zwei Artikel gelesen, die unterschiedlicher nicht sein könnten aber doch beide etwas mit IKT zu tun haben.

Am Mittwoch zeigten mir Schüler die Überschrift aus der 20 Minuten  „Sexting bringt Junge in Bredouille“ (20 Minuten vom 10. November 2011) und fragten mich, warum dies strafbar sein kann. So spontan konnte ich darauf keine Antwort geben, da für mich der Begriff neu war. Ich habe angefangen zu recherchieren. Dabei habe ich mir natürlich im Internet den Artikel nochmals angesehen (siehe Link) und habe über die Vielzahl an Kommentaren gestaunt. Ganze 96 Kommentare. Das Thema scheint also Mitteilungen hervorzurufen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die jedoch hauptsächlich die persönliche Ebene ansprechen. Die wenigsten scheinen über juristische Folgen Bescheid zu wissen. Keine Sorge, dies wird kein strafrechtlicher Aufsatz. Ich möchte dennoch kurz auf Art. 197 StGB hinweisen und nochmals klarstellen, dass sich die Jugendlichen in diesem Moment unter Umständen strafbar machen, ohne es zu wissen. Hinzu kommt, dass man laut Gesetz bis zum 14. Lebensjahr noch als Kind gilt. Ich möchte an dieser Stelle weder moralisch werden, noch Smartphones verteufeln, sondern diese Entwicklung einfach so stehen lassen.

Den zweiten Artikel haben ich aus dem Tages-Anzeiger vom 10. November 2011. Der Titel lautet „Wissenschaft mit Laienforschern“.  Experten der Universität Washington hatten ein biochemisches Problem zu lösen und fragten kurzerhand Computerspieler um Rat. Und siehe da, Problem gelöst. Interessant ist, wie es dazu gekommen ist.  Es ging darum mit ihrem Programm mit dem Namen „Foldit“, ein Protein in die beste und stabilste Form zu falten. Ziel ist es mit der gefundenen Form eventuell neue Medikamente zu entwickeln. Ma nennt dieses Verfahren „Crowdsourcing“. Es wird versucht eine Aufgabe zu lösen, indem man via Internet diese möglichst vielen Menschen zukommen lässt. Auf diese Weise können Laien auch noch zu Co-Autoren einer Studie werden und eventuell einen Beitrag zu neuen Forschungsergebnissen liefern. Eine neuartige Lösung wurde gefunden und die Ergebnisse werden nun Journal „Nature Structural & Molecular Biology“ veröffentlicht. Es ist faszinierend wie auf diese Art und Weise die Kenntnisse und Ideen vieler verschiedener Menschen genuntzt werden kann. Es ist quasi ein riesengrosser Kollegenkreis.

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